Die Fahrt mit dem Bus zum FC Bayern gegen VFL Wolfsburg am 11.01.2026
Wie immer holte ich meinen FC Bayern Fan, Frank genannt, mit meinem PKW
um 14:00 ab und fuhren dann weiter nach Obing zum Getränkemarkt von
Christian. Gut gelaunt haben wir alle begrüßt und warteten auf unseren Bus, der
uns nach München in die Allianzarena fährt. Alois, so hieß der Busfahrer, war wie
immer sehr pünktlich und auch sehr höflich. Dann haben Christian und Werner
flüssiges Gold in Form vom Fan Bier, Weißbier uvm. In den Bus eingeladen.
An einzelnen Haltestellen wurden noch andere Mitglieder des FC Bayern Fanclub
aufgesammelt. Werner ist im Bus der Getränkelieferant, seine Arbeit ist es, die
einzelnen Fahrgäste mit Bier usw. zu versorgen. Sozusagen der Butler für jeden
Fahrgast, auch der Busfahrer bekommt immer gleich ein Spezi geliefert. Ein
Zwischenstopp in Ebersberg ist dringend nötig, den das Bier musste ja irgendwie
wieder entsorgt werden. Die anwesenden Mädels laufen dann immer zur
Tankstelle, um sich zu erleichtern.
Die Fahrt ging dann weiter Richtung Autobahn zur Allianz Arena.
Auf der Autobahn kassieren Christian und Konrad die Busfahrt und die angemeldeten
Karten.
Die Hinfahrt ist für unseren Busfahrer das non plus ultra, denn Alois beherrscht
nicht nur den 15m langen, dreiachsigen Bus, nein er ist auch der Best Off Fahrer,
was die Anfahrt zum Stadion betrifft. Macht er aus einer Affinität heraus oder ist
er ein Schlitzohr seinesgleichen, man weiß es nicht. Bei jedem Stau zur Zufahrt
der Fußball Arena fährt er bis zur Einfahrt auf der dritten Spur dann fädelt er
seinen Bus geschickt ein und er hat wirklich das Massel, es immer wieder zu
schaffen. Selbstverständlich bejubeln alle Insassen sein Fahrgeschick, entweder
wegen der vollen Blase oder einfach aus Begeisterung, sich so gekonnt an allen
Staufahrer vorbei zu schmuggeln und das mit 15 Meter.
Das Spiel des FC Bayern verlief sehr gut, das Ergebnis von 8:1 war super. In
Gedanken habe ich an die Wolfsburger Fans gedacht. Zuerst fahren sie soweit
nach München und dann das frustrierende 8:1. Würde mich schon einmal
interessieren, was da bei der Heimfahrt abgeht, was die Fans bereden. Ok, sie
auf Tabellenplatz 14 angekommen und haben ja am Anfang noch gut gegen die
Bayern gespielt.
Nach dem Spiel geht es wieder zum Bus, mittlerer weile habe ich mir mein
Marschtempo verringert, auch wenn es saukalt war. Nur wie heißt es so schön,
es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Am Bus angekommen
wartete schon mein Busfahrer und Beisitzer Frank auf mich. Wollten mich schon
anrufen, wo ich so lange bleibe, diese zwei Chaoten. Das leidige Thema auf das
warten der mitzufahrenden Fans ist mir am Anfang ein Greuel gewesen, doch
jetzt habe ich mich schon nach einigen Fahrten an diese Situation fast gewöhnt.
Es liegt immer im Schnitt an zwei Personen, die sich sehr viel Zeit lassen, um zum
Bus zu kommen. Diesmal lag sogar ein Fan im Schnee, sein Alkohol Spiegel war
dementsprechend hoch und keiner konnte sagen, ob er das Spiel überhaupt
gesehen hat. Das zu späte Kommen zum Bus hat einen sehr großen Nachteil.
Wenn alle rechtzeitig da wären, so könnte man dem Ausfahrtsstau der Busse und
Taxen entkommen, auf gut deutsch, wer zuerst malt, ist auch draussen. So sitzen
wir dann alle im Bus und benötigen im Schnitt eine ganze Stunde, nur um den
Parkplatz zu verlassen. Frank und ich saßen diesmal im Bus, während die anderen
Fahrgäste nach und nach zugestiegen sind. Wir sitzen immer hinter dem
Busfahrer in der ersten Sitzplatzreihe. Manche bezeichnen uns als die Muppets
Figuren, die bei der Muppets Show immer von der Bühne lästern, genannt Statler
und Waldorf, passt auch irgendwie zu uns. Na ja wie schon erwähnt war es
diesmal der enorme Alkohol Geruch, der uns immer wieder entgegenströmte,
da war lästern angesagt. Doch diesmal war es wirklich sehr extrem. Bei manchen
hat die Blase nicht einmal 15 Minuten gedauert, noch auf dem Weg aus dem
Fußballstadion durfte der Busfahrer die Tür aufmachen, dass diese Fans sich
erleichtern können. Und Werner war wieder voll im Dienste seiner Tätigkeit. Von
überall im Bus riefen Sie Weeeeeerrrner, ich habe nichts zu trinken oder wir
können nicht anstoßen, was ist los Weeeeerrrnnnner, wo bleibst du,
Duuuurscht. Es gibt immer wieder so Überalkoholisierte, die es nicht mehr
merken, ob ihre Hose voll von Urin ist oder noch etwas anderes beigemischt ist.
Dann gibt es noch Musik im hinteren Teil des Busses, die bei uns vorne nur als
dumpfes Getöse klingt. Auch ein Ritual, im Bus auf die oberliegende Stange mit
dem Bier zu klopfen und Kontakt schreien. Also langweilig wird es im Bus nie.
So geht der Stadionbesuch nach 8 Std. dem Ende entgegen und ich fahre noch
meinen Waldorf nach Hause, der noch ein Essen von Frauchen bekommt.
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